Neues Jagdjahr beginnt mit neuer Jagdverordnung in Hessen

Am 1. April beginnt das neue Jagdjahr. Doch für die rund 25.000 hessischen Jägerinnen und Jäger gilt ab diesem Tag eine neue Jagdverordnung, die Umweltministerin Priska Hinz Ende Dezember unterschrieben und veröffentlicht hat.

Der »Jagen, Reiten, Fischen, offroad« hat gegen den Verordnungsentwurf gekämpft und für eine Großdemonstration über 3.500 Grünröcke mobilisiert, die in Wiesbaden ihrem Ärger Luft gemacht haben. »Wir haben für die Jagd in Hessen auch bei einer Anhörung im Hessischen Landtag wissenschaftlich fundierte Argumente geliefert und konnten sogar Ministerpräsident Volker Bouffier davon überzeugen, zugunsten der Jägerschaft zu verhandeln«, so LJV Präsident Dr. Jürgen Ellenberger.«

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https://youtu.be/b34yoDu6Tr0

Auf der Messe »Jagen, Reiten, Fischen, offroad« in Alsfeld bekräftigte der Geschäftsführer des Landesjagdverbands, Alexander Michel noch einmal, dass der ursprüngliche Entwurf der Jagdverordnung der Vergleichsmaßstab sei und nicht die alten Verordnungen. Ohne den massiven Protest und die rund 18.000 gesammelten Unterschriften, wären die geplanten Einschränkungen so verabschiedet worden. Viele hessische Reviere wären aufgrund der stark reduzierten Jagdzeiten kaum mehr zu bejagen und somit auch nicht verpachtbar gewesen.

In den nächsten Tagen beginnen die Jäger mit der bewährten Hasenzählung. Im Scheinwerferlicht können die Hasen durch die Lichtreflexion in den Augen deutlich von anderen Wildtieren unterschieden werden. Ist die Besatzdichte ausreichend, können die Hasen ab 1. Oktober bis zum 31. Dezember wieder bejagt werden. Eine Praxis, die in vielen Revieren schon seit langem etabliert ist. Damit die Junghasen aber auch Bodenbrüter wie Brachvogel, Feldlerche und Kiebitz eine Überlebenschance haben, gehört der Schutz vor Fressfeinden, wie zum Beispiel dem Fuchs zu einer wichtigen Aufgabe der Jäger. Auch das geplante Ende der Jagdzeit auf Füchse Ende Januar konnte der Landesjagdverband bis Ende Februar verlängern. Eine Bejagung der Jungfüchse ist jedoch erst wieder ab 15. August möglich.

Der Landesjagdverband hat der neuen Jagdverordnung nicht zugestimmt und wird sich weiterhin für Verbesserungen einsetzen. Auch aus den politischen Reihen der Opposition von FDP und SPD erhalten die Jäger Unterstützung. Die hessische FDP-Fraktion lässt derzeit die Erfolgsaussichten für eine Normenkontrollklage durch ein Rechtsgutachten prüfen.

Besonders wichtig ist dem Landesjagdverband auch die Unterstützung der Bevölkerung, im ländlichen aber auch gerade im städtischen Raum. Die Jäger vor Ort stehen bei Fragen zur Verfügung, organisieren Waldexkursionen für Kindergärten und Schulen aber auch für andere Naturinteressierte. Der Verband vermittelt gern Kontakte zur örtlichen Jägerschaft.

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